Sake Negroni

Wie versprochen hier das Rezept für den Sake Negroni, aus dem Restaurant La Gineria in Padua, dort Japan Negroni genannt.

Der klassische Negroni feiert dieses Jahr seinen hundertsten Geburtstag, diverse Zeitschriften und Magazine berichteten darüber.

Der Legende nach verlangte der lebenslustige Graf Negroni in seinem Stammlokal danach, den sonst bestellten, damals sehr populären Americano (Campari, roter Wermut und Sodawasser), etwas stärker zu machen und bekam ihn mit Gin statt Soda serviert. Und dieser Drink eroberte später die Barkarten der Welt.

Doch zurück zur Variante:

Ich bin immer noch kein allzu großer Fan von pur genossenem Sake, trotz diverser Feldversuche.

Aber in Cocktails macht er wirklich eine gute Figur!

4cl Sake
3cl Wermut weiß
3cl Luxardo bitter bianco
1 Spritzer Soda- bzw. Mineralwasser

Sake, Wermut und den Bitterlikör in einem Tumbler auf großen Eiswürfeln verrühren, dann einen Schuss Sodawasser dazugeben.
Mit einer Zitronenzeste abspritzen.

Garnitur: getrocknete Orangenscheibe, Zitronenzeste.

 

Sake Negroni

 

Es lohnt sich hier nicht den Kochsake aus dem Supermarkt, sondern ein hochwertigeres Produkt zu nehmen. Leider befinden sich die Spitzensakes schnell in astronomischen Preisregionen.

Eine typisch japanische Angewohnheit, für perfekte Qualität absurd hohe Preise auszugeben.

Wer sonst würde 40000 Euro für zwei Melonen bezahlen?

Ganz so schlimm muss es aber nicht werden, der hier benutzte Dewazakura-Sake („Kirschblüte“) im Ginjo-Stil mit einer Rice Polishing Ratio von 50% liegt bei etwa 15 Euro. Für 0,3l.

Da der weiße Luxardo Bitter etwas süßer ist als Campari, empfehle ich einen trockenen Wermut zu nehmen, z.B. Dolin oder Noilly Prat.

Kanpai!